Die Kaltgang- /Warmgang-Einhausung

 

Die Kaltgang-Einhausung bei Kühlung über den Doppelboden:

Das Problem der Doppelbodenkühlung ohne Einhausung liegt im Temperaturunterschied zwischen den unteren und oberen Höheneinheiten der Racks. Während unten sehr kalte Luft zur Verfügung steht, erreicht die oberen Höheneinheiten nur noch mäßig kühle Luft (s. Abb. 2). Die Folge ist, dass der Kühlaufwand und der Luftdruck im Doppelboden erhöht werden müssen. Oft kommt die RZ-Klimatisierung an ihre Leistungsgrenze und arbeitet zudem nicht besonders energieeffizient. Ein weiteres Problem sind Luftverwirbelungen oberhalb der Racks. Hier kommt es zu einem Kurzschluss zwischen warmer und kalter Luft. Mit einer Kaltgang-Einhausung wird erstens die vertikale Temperaturdifferenz reduziert und zweitens eine saubere Kalt-Warmluft-Trennung hergestellt (s. Abb. 3). Der Aufwand für die Kühlung kann reduziert und der Wirkungsgrad der RZ-Kühlung erhöht werden. Es können höhere Wärmelasten abgeführt werden als ursprünglich. Mit der Kaltgang-Einhausung wird eine bessere Kühlung der IT gewährleistet und die Energiebilanz verbessert.

 

Bei einer energieoptimierten Kaltgang-Einhausung sollten in den Racks Schott- und Trennbleche sowie Luftleitbleiche (z. B. bei Switches mit seitlicher Luftansaugung) eingeplant werden. Nicht belegte Höheneinheiten in den Racks sollten mit dichten 19" Blindplatten verschlossen werden. Ebenso ist eine Schottung von Kabelöffnungen im Doppelboden notwendig, damit keine Kaltluft direkt in den hinteren Bereich der Racks oder in den Warmgang strömen kann. Bei Racks mt höheren Wärmelasten lässt sich eine gezielte Kaltluftzufuhr über Doppelbodenplatten mit regelbarem oder höherem Luftdurchsatz (bis 70%) steuern.

 

Vorteile der Kaltgang-Einhausung bei Doppelboden-Kühlung:

  • Energieoptimiert
  • Trennung von Kalt- und Warmluft
  • Kostengünstig im Aufbau
  • Senkt die Energiekosten und verringert den CO2-Ausstoss
  • Senkt die vertikale Temperaturdifferenz
  • Verbessert die Kühlung der IT, erhöht die Lebensdauer und Ausfallsicherheit

 

Die Kaltgang-Einhausung mit dem Reihenkühlgerät FrontCooler:

Steht kein Doppelboden zur Verfügung bietet sich eine Kühllösung mit Reihenkühlgeräten an (s. Abb. 4). Die Reihenkühlgeräte stehen zwischen den Racks und blasen vorne gleichmäßig über die gesamte Höhe Kaltluft in den Kaltgang und saugen hinten warme Luft aus dem Warmgang an. Den FrontCooler gibt es sowohl als Kühlmittel- als auch als Wasser-Version. Bei der Wasser-Version können sehr hohe Vorlauftemperaturen gefahren werden, so dass freie Kühlung eingesetzt werden kann. Zudem fällt kein Kondensat an.

 

Die Warmgang-Einhausung mit dem Reihenkühlgerät FrontCooler:

Die Warmgang-Einhausung hat den Vorteil, dass Schränke und Geräte außerhalb der Einhausung mit gekühlt werden. Die FrontCooler saugen die Warmluft aus der Warmgang-Einhausung an und blasen Kaltluft in den Raum außerhalb der Einhausung (s. Abb. 5). Einzelschränke, USV-Anlagen usw. werden gekühlt und müssen nicht in die Einhausung wie bei der Kaltgang-Einhausung integriert werden.

 

Vorteile der Kaltgang- oder Warmgang-Einhausung mit dem FrontCooler:

  • Kein Doppelboden zur Kühlung notwendig.
  • Kein Kondensatanfall
  • Wasserführende Kühleinheiten stehen außerhalb der Racks
  • Dank hoher Vorlauftemperaturen freie Kühlung bereits ab 14°C Außentemperatur
  • Keine vertikale Temperaturdifferenz
  • Redundante Auslegung
  • Erweiterbar
  • Druckgeregelt
  • EC-Ventilatoren, einzeln tauschbar
  • Leistungsstark: 30 und 60 kW bereits bei 14°C Vorlauftemperatur
  • Steuerung und Überwachung über Web-Interface, Monitoring System oder Gebäudeleittechnik

 

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kaltgang-einhausung Abb. 1: Lehmann Einhausung

 

Abb. 2: Rechenzentrum ohne Einhausung mit Kühlung über den Doppelbden

 

Abb. 3: Rechenzentrum mit Kaltgang-Einhausung und Kühlung über den Doppelboden

 

Abb. 4: Kaltgang-Einhausung mit dem Reihenkühlgerät FrontCooler

Abb. 5: Warmgang-Einhausung mit dem Reihenkühlgerät FrontCooler